Sind die aktuellen Aufnahmen aus dem Tönnies-Schlachthof der entscheidende Wendepunkt?

Die Bilder aus der CO2-Betäubung sind öffentlich, die wissenschaftlichen Belege liegen vor und die mediale Aufmerksamkeit ist da.
Es liegen erstmals Videoaufnahmen von der CO2-Betäubung aus dem Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen in Schleswig-Holstein vor.
Tönnies ist ein zentraler Akteur der deutschen Fleischindustrie. Die dokumentierten Missstände zeigen keine Einzelfälle, sondern die Zustände beim wirtschaftlich bedeutendsten Fleischkonzern Deutschlands. Tönnies schlachtete 2025 insgesamt 13,3 Millionen Schweine. Das entspricht rund 30 % der gesamten Schweineschlachtungen.
Die Aufnahmen haben innerhalb weniger Tage eine breite mediale Aufmerksamkeit erreicht. Große Nachrichtenmedien wie Tagesschau, RTL, WELT und t-online berichteten über die Aufdeckungund machen das Leid der Schweine bei der CO2-Schlachtung für ein breites Publikum sichtbar.
Die Berichterstattung thematisiert sowohl Tierschutzverstöße während des gesamten Schlachtprozesses als auch die grundsätzliche Problematik der CO₂-Betäubung. Damit eröffnet die Aufdeckung eine wichtige Chance, die Forderung nach einem Verbot der Methode voranzubringen.
Expertise for Animals hat im Auftrag von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) Videoaufnahmen aus dem Schlachthof im Hinblick auf tierschutzrelevante Aspekte ausgewertet.

Die Aufnahmen belegen erneut die schwerwiegenden Tierschutzprobleme bei der CO2-Betäubung: Die Schweine werden gegen ihren Willen in stählerne Gondeln getrieben und in einen mit Gas gefüllten Schacht herabgelassen. Sobald sie beginnen, das CO₂ einzuatmen, geraten sie in Panik – sie schreien, strecken die Nasen durch die Gitterstäbe, steigen übereinander und versuchen zu fliehen. Es dauert im Schnitt 30 Sekunden, oft aber auch länger, bis die Tiere regungslos sind. Mindestens so lange erleben sie den grausamen Erstickungskampf bei Bewusstsein mit.
Unser Kurzgutachten untersucht folgende Tierschutzprobleme bei der Gasbetäubung genauer:
Die beobachteten Reaktionen decken sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur aversiven Wirkung hochkonzentrierten CO₂.
Auch Dr. Kai Braunmiller, Amtstierarzt und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz (BAG), bestätigt aktuell, dass die CO2-Betäubung mit Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden ist. Damit widerspricht die Methode den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes.

In den letzten Jahren gab es zwei weitere zentrale Recherchen zur CO2-Betäubung von Schweinen.
Im Juni 2021 veröffentlichte SOKO Tierschutz Videomaterial aus den Schlachthöfen in Kulmbach und Landshut, Bayern. Die Aufnahmen zeigen die schwerwiegenden Auswirkungen des Gases auf die Tiere. Die Bilder aus dem Kulmbacher Schlachthof sind besonders brisant: Dort betreibt das Max Rubner-Institut seit Jahren verschiedene Forschungsprojekte zur Schlachtung. Zuletzt wurden in dem Schlachthof Tierversuche zur CO2-Betäubung und zu Helium als Alternative durchgeführt.
Im August 2024 veröffentlichte Animal Rights Watch (ARIWA) Aufnahmen aus dem Schlachtbetrieb Brand im Landkreis Vechta in Niedersachsen. Mehrere Aktivist_innen wurden bei den Recherchen festgenommen. Daraufhin verklagte der Schlachthof-Betreiber zwei von ihnen und erreichte, dass sie die Aufnahmen aus dem Schlachthof nicht mehr zeigen dürfen. Die Presse ist von dem Verbot jedoch nicht betroffen.
Aus dem Rechtsstreit um die Bilder ist die Initiative Schlachthofprozess entstanden. Im April 2026 hat die Initiative gemeinsam mit dem Landestierschutzverband Niedersachsen eine Verbandsklage gegen das Veterinäramt Vechta eingereicht. Damit soll die CO₂-Betäubung rechtlich geprüft werden. Unser White Paper zur CO₂-Betäubung dient als fachliche Untermauerung der tierschutzrechtlichen Argumentation der Verbandsklage.
Die aktuellen Aufnahmen aus Kellinghusen belegen erneut die schwerwiegenden Tierschutzprobleme bei der CO₂-Betäubung von Schweinen. Die Bilder geben Anlass, die Forderung nach einem Verbot der CO₂-Betäubung konsequent weiterzuverfolgen.
Die breite Medienberichterstattung schafft eine wichtige Gelegenheit für die Tierbewegung, die Forderung nach einem Verbot über die bereits sensibilisierte Tierschutzöffentlichkeit hinaus bekannt zu machen. Jetzt müssen die Tierschutzvertreter_innen den Handlungsdruck auf Politik und Behörden erhöhen.
Unsere tierschutzfachliche Einschätzung bildet die fundierte Grundlage, um das Verbot der CO₂-Betäubung in die öffentliche Debatte und politischen Entscheidungen einzubringen.
Die Bilder aus der CO2-Betäubung sind öffentlich, die wissenschaftlichen Belege liegen vor und die mediale Aufmerksamkeit ist da.
Es liegen erstmals Videoaufnahmen von der CO2-Betäubung aus dem Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen in Schleswig-Holstein vor.
Tönnies ist ein zentraler Akteur der deutschen Fleischindustrie. Die dokumentierten Missstände zeigen keine Einzelfälle, sondern die Zustände beim wirtschaftlich bedeutendsten Fleischkonzern Deutschlands. Tönnies schlachtete 2025 insgesamt 13,3 Millionen Schweine. Das entspricht rund 30 % der gesamten Schweineschlachtungen.
Die Aufnahmen haben innerhalb weniger Tage eine breite mediale Aufmerksamkeit erreicht. Große Nachrichtenmedien wie Tagesschau, RTL, WELT und t-online berichteten über die Aufdeckungund machen das Leid der Schweine bei der CO2-Schlachtung für ein breites Publikum sichtbar.
Die Berichterstattung thematisiert sowohl Tierschutzverstöße während des gesamten Schlachtprozesses als auch die grundsätzliche Problematik der CO₂-Betäubung. Damit eröffnet die Aufdeckung eine wichtige Chance, die Forderung nach einem Verbot der Methode voranzubringen.
Expertise for Animals hat im Auftrag von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) Videoaufnahmen aus dem Schlachthof im Hinblick auf tierschutzrelevante Aspekte ausgewertet.

Die Aufnahmen belegen erneut die schwerwiegenden Tierschutzprobleme bei der CO2-Betäubung: Die Schweine werden gegen ihren Willen in stählerne Gondeln getrieben und in einen mit Gas gefüllten Schacht herabgelassen. Sobald sie beginnen, das CO₂ einzuatmen, geraten sie in Panik – sie schreien, strecken die Nasen durch die Gitterstäbe, steigen übereinander und versuchen zu fliehen. Es dauert im Schnitt 30 Sekunden, oft aber auch länger, bis die Tiere regungslos sind. Mindestens so lange erleben sie den grausamen Erstickungskampf bei Bewusstsein mit.
Unser Kurzgutachten untersucht folgende Tierschutzprobleme bei der Gasbetäubung genauer:
Die beobachteten Reaktionen decken sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur aversiven Wirkung hochkonzentrierten CO₂.
Auch Dr. Kai Braunmiller, Amtstierarzt und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz (BAG), bestätigt aktuell, dass die CO2-Betäubung mit Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden ist. Damit widerspricht die Methode den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes.

In den letzten Jahren gab es zwei weitere zentrale Recherchen zur CO2-Betäubung von Schweinen.
Im Juni 2021 veröffentlichte SOKO Tierschutz Videomaterial aus den Schlachthöfen in Kulmbach und Landshut, Bayern. Die Aufnahmen zeigen die schwerwiegenden Auswirkungen des Gases auf die Tiere. Die Bilder aus dem Kulmbacher Schlachthof sind besonders brisant: Dort betreibt das Max Rubner-Institut seit Jahren verschiedene Forschungsprojekte zur Schlachtung. Zuletzt wurden in dem Schlachthof Tierversuche zur CO2-Betäubung und zu Helium als Alternative durchgeführt.
Im August 2024 veröffentlichte Animal Rights Watch (ARIWA) Aufnahmen aus dem Schlachtbetrieb Brand im Landkreis Vechta in Niedersachsen. Mehrere Aktivist_innen wurden bei den Recherchen festgenommen. Daraufhin verklagte der Schlachthof-Betreiber zwei von ihnen und erreichte, dass sie die Aufnahmen aus dem Schlachthof nicht mehr zeigen dürfen. Die Presse ist von dem Verbot jedoch nicht betroffen.
Aus dem Rechtsstreit um die Bilder ist die Initiative Schlachthofprozess entstanden. Im April 2026 hat die Initiative gemeinsam mit dem Landestierschutzverband Niedersachsen eine Verbandsklage gegen das Veterinäramt Vechta eingereicht. Damit soll die CO₂-Betäubung rechtlich geprüft werden. Unser White Paper zur CO₂-Betäubung dient als fachliche Untermauerung der tierschutzrechtlichen Argumentation der Verbandsklage.
Die aktuellen Aufnahmen aus Kellinghusen belegen erneut die schwerwiegenden Tierschutzprobleme bei der CO₂-Betäubung von Schweinen. Die Bilder geben Anlass, die Forderung nach einem Verbot der CO₂-Betäubung konsequent weiterzuverfolgen.
Die breite Medienberichterstattung schafft eine wichtige Gelegenheit für die Tierbewegung, die Forderung nach einem Verbot über die bereits sensibilisierte Tierschutzöffentlichkeit hinaus bekannt zu machen. Jetzt müssen die Tierschutzvertreter_innen den Handlungsdruck auf Politik und Behörden erhöhen.
Unsere tierschutzfachliche Einschätzung bildet die fundierte Grundlage, um das Verbot der CO₂-Betäubung in die öffentliche Debatte und politischen Entscheidungen einzubringen.
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